Welche Chancen sich für die Industrie bei der Nutzung von klimaneutral erzeugtem Wasserstoff ergeben, stellten Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann (Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST), Dr. Ulrike Witt (Landesbeauftragte für regionale Landesentwicklung Braunschweig), Thomas Ahlswede-Brech (Programmleiter Mobilität bei der Allianz für die Region GmbH) und Michael Gensicke (Geschäftsführer Robert Bosch Elektronik GmbH, Salzgitter), als Vertreterinnen und Vertreter des Wasserstoff Campus Salzgitter gemeinsam mit Armin Maus (Vorsitzender der Geschäftsführung der Autostadt) im Rahmen einer Pressekonferenz vor.
Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann: »Grüner Wasserstoff ist gleich aus drei Gründen ein Schlüsselelement. Er ist ein wichtiger Baustein in der Energiewende, der Zugang schafft Wettbewerbsvorteile für Unternehmen und ist Treiber von Innovationen sowie neuen Arbeitsplätzen. Als wissenschaftlicher Partner des Wasserstoff Campus Salzgitter arbeiten wir eng mit den Unternehmen der Region zusammen, um eine grüne Wasserstoffwirtschaft zu ermöglichen. Wichtig ist dabei, die Herausforderungen und Chancen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Deshalb hat der Wasserstoff Campus gemeinsam mit der Autostadt einen Raum geschaffen, in dem wir den Besucherinnen und Besuchern verschiedene Möglichkeiten bieten, Wasserstoff-Technologien aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erkunden und mit Expertinnen und Experten in den Diskurs zu gehen.«
Dr. Ulrike Witt: »Das Land Niedersachsen begleitet und fördert am Standort Salzgitter den Wasserstoff Campus seit der ersten Stunde. Dem Wasserstoff gehört die Zukunft und als Wirtschaftsregion müssen wir ein Kompetenzzentrum für Wasserstoff werden. Diese Idee verfolgt der Wasserstoff Campus. Und von diesem Know-how werden nicht nur die Großindustrien, sondern auch klein- und mittelständische Unternehmen profitieren.«
Thomas Ahlswede-Brech: »Wasserstoff ist kein Knallgasexperiment, sondern der Weg zu einer CO2-ärmeren Industrie. Die Ausstellung trägt dazu bei, diese Technologie für jedermann anschaulicher und begreifbarer zu machen und die Erinnerungen an den Chemieunterricht ein wenig zu relativieren. Die Chance, mithilfe von grünem Wasserstoff klimaschädliche CO2-Emissionen deutlich zu senken, spielt eine entscheidende Rolle für die Energiewende. Mit den Unternehmen in der Region und der regionalen Forschungslandschaft haben wir sehr gute Voraussetzungen, um bestehende Projekte weiterzuentwickeln, regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und Impulsgeber für neue Ideen zu sein.«
Michael Gensicke: »Die Energiewende erfordert einen konsequenten Umbau unserer Energieversorgung in Richtung Energieeffizienz, Energieflexibilität und CO2-Neutralität. Grüner Wasserstoff ist dabei ein unverzichtbarer Baustein. Die Robert Bosch GmbH bietet dazu Lösungen auf vielen Feldern sowohl der mobilen als auch stationären Wasserstoffanwendung. Aber wir gehen auch selber mit gutem Beispiel voran und arbeiten im Rahmen des Modellprojekts „Fabriktransformation“ und mit den Partnern des Wasserstoff Campus an der konkreten CO2-Neutralität unseres Standorts Salzgitter und stellen dies hier gerne vor.«
Armin Maus: »Die Frage nach der Energiewende ist einer der zentralen Zukunftsfragen unserer Gesellschaft. Wie werden wir künftig leben und welche Alternativen gibt es jenseits unserer endlichen Ressourcen? Die Autostadt freut sich sehr darauf, eine Plattform für frische Ideen zu bieten und Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zum Thema Wasserstoff zusammenzuführen. Wir sind überzeugt davon, unsere Gäste gemeinsam mit dem Wasserstoff Campus und ihren Partnerinnen und Partnern für dieses faszinierende Molekül und sein außerordentliches Potenzial für die Energiewende in Niedersachsen zu begeistern.«